Je nach Zentrum und Befund können auch andere wärme- oder kältebasierte Verfahren in Betracht gezogen werden.
Schonende Behandlung ausgewählter gutartiger Brustknoten
Hochintensiver fokussierter Ultraschall (HIFU) als nichtoperative Behandlungsoption
Ein Fibroadenom ist eine gutartige Gewebeveränderung der Brust. Es tritt besonders häufig bei jüngeren Frauen auf und wird oft als beweglicher Knoten ertastet oder bei einer bildgebenden Untersuchung entdeckt.
Nicht jedes Fibroadenom muss behandelt werden. Eine Therapie kann erwogen werden, wenn der Knoten Beschwerden verursacht, wächst, kosmetisch belastet oder die Patientin eine Behandlung wünscht.
Ein neu entdeckter oder sich verändernder Brustknoten sollte fachärztlich untersucht werden. Je nach Befund gehören klinische Untersuchung, Ultraschall, Mammografie und eine Gewebeprobe zur Abklärung.
Bei der Echotherapie werden hochintensive Ultraschallwellen im Fibroadenom gebündelt. Im Zielbereich entsteht Wärme, durch die das behandelte Gewebe seine Funktion verliert. Der Körper baut dieses Gewebe anschließend über mehrere Monate schrittweise um.
Der Ultraschallkopf dient gleichzeitig zur Planung, Durchführung und Überwachung der Behandlung. Ein Hautschnitt ist nicht erforderlich. Ob HIFU für einen bestimmten Knoten geeignet ist, hängt unter anderem von Diagnose, Größe, Lage und Abstand zu Haut und Brustwand ab.
Behandlung eines Fibroadenoms mit hochintensivem fokussiertem Ultraschall (HIFU).
Im Video: Grundlagen und Durchführung der Echotherapie bei Fibroadenomen.
Die vorhandenen Befunde werden bewertet und das Fibroadenom wird per Ultraschall vermessen. Bei Bedarf wird die gutartige Diagnose durch eine Gewebeprobe abgesichert.
Das Behandlungsteam prüft Lage, Form und Sicherheitsabstände und legt die zu behandelnden Bereiche präzise fest.
Die Behandlung erfolgt üblicherweise ambulant und unter lokaler Betäubung oder angepasster Schmerzmedikation. Die Dauer richtet sich nach Größe und Lage des Knotens.
Nachkontrollen dokumentieren die Rückbildung des Knotens, mögliche Beschwerden und das kosmetische Ergebnis.
Zusammengefasster Wert einer Metaanalyse mit zehn Studien und 385 Patientinnen.
Die Volumenabnahme setzt sich nach der Behandlung über einen längeren Zeitraum fort.
Wichtig: Die Werte sind Mittelwerte aus veröffentlichten Studien und keine persönliche Ergebniszusage. Ausgangsgröße, Gewebeaufbau, Lage, Behandlungstechnik und Nachsorge können das Ergebnis beeinflussen. [1]
Beispieldarstellung eines Fibroadenoms vor und nach Echotherapie. Das individuelle Ergebnis kann abweichen.
Historische Verlaufsgrafik aus dem bisherigen DZTA-Seitenmaterial. Grundlage war eine multizentrische Studie mit 42 Patientinnen und 51 Fibroadenomen. [2]
HIFU ist nichtoperativ, aber nicht frei von Nebenwirkungen. In Studien wurden überwiegend vorübergehende Beschwerden beschrieben. Die persönliche Risikobewertung gehört in das ärztliche Aufklärungsgespräch.
Je nach Empfindlichkeit können Wärmegefühl oder leichte bis mäßige Schmerzen auftreten.
Möglich sind Druckempfindlichkeit, Blutergüsse, Rötungen oder vorübergehende Hautverfärbungen.
Sicherheitsabstände, Knotenlage und Erfahrung des Behandlungsteams sind entscheidend, um umliegendes Gewebe zu schützen.
Die aktuelle Metaanalyse berichtete keine schweren Nebenwirkungen, weist aber zugleich auf die begrenzte Studienbasis und den Bedarf an weiteren Untersuchungen hin. [1]
Vor einer Behandlung sollte eine schriftliche Kostenklärung mit der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung erfolgen. Das behandelnde Zentrum kann die dafür benötigten Unterlagen bereitstellen.
Gründungsmitglied und wissenschaftlicher Beirat des DZTA e.V.
Eine verlässliche Diagnose ist die Grundlage jeder Therapieentscheidung. Erst danach lässt sich beurteilen, ob Beobachtung, Operation oder eine nichtoperative Behandlung wie HIFU für die Patientin sinnvoll ist.
Bei sicher gutartigen, beschwerdefreien und stabilen Fibroadenomen kann eine kontrollierte Beobachtung ausreichend sein.
Ausgewählte kleinere Befunde können über eine Hohlnadel unter Bildkontrolle entfernt werden.
Eine chirurgische Entfernung kann bei großen, wachsenden, symptomatischen oder diagnostisch unklaren Befunden sinnvoll sein.
Je nach Zentrum und Befund können auch andere wärme- oder kältebasierte Verfahren in Betracht gezogen werden.
Diese Seite beschreibt die HIFU-Behandlung gutartig abgeklärter Fibroadenome. Bei einem krebsverdächtigen Befund oder bestätigten Mammakarzinom gelten die diagnostischen und therapeutischen Empfehlungen der aktuellen S3-Leitlinie.
Eine HIFU-Behandlung ist keine allgemeine Standardalternative zur leitliniengerechten Brustkrebstherapie. Ein möglicher lokaler Einsatz bei bösartigen Tumoren muss ausschließlich in spezialisierten Zentren und interdisziplinär beurteilt werden. [4]
Ultraschallbeispiel aus dem bisherigen DZTA-Seitenmaterial. Aus einer einzelnen Abbildung lässt sich keine allgemeine Therapieempfehlung ableiten.
Für ausgewählte Patientinnen mit sicher gutartig abgeklärten Fibroadenomen, die Beschwerden verursachen, wachsen oder als belastend empfunden werden. Lage und Größe müssen technisch geeignet sein.
Ob eine Gewebeprobe erforderlich ist, entscheidet das Brustzentrum anhand von Alter, Bildgebung und Risikoprofil. Vor einer Ablation muss die gutartige Diagnose zuverlässig feststehen.
Üblicherweise wird HIFU ambulant unter örtlicher Betäubung oder angepasster Schmerzmedikation durchgeführt. Das genaue Vorgehen richtet sich nach Zentrum und Patientin.
Die Rückbildung erfolgt nicht sofort. Das behandelte Gewebe wird über mehrere Monate abgebaut und bei Nachkontrollen per Ultraschall vermessen.
Beschrieben sind unter anderem Schmerzen, Druckempfindlichkeit, Blutergüsse, Rötungen und vorübergehende Hautverfärbungen.
Das lässt sich nicht pauschal zusagen. Die Kostenübernahme sollte vor der Behandlung individuell und möglichst schriftlich mit der Krankenversicherung geklärt werden.
Redaktioneller Stand: 15. August 2026
Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder individuelle Therapieempfehlung.
Ob Echotherapie für ein Fibroadenom sinnvoll ist, lässt sich erst nach einer sicheren Diagnose und der Prüfung aller vorhandenen Befunde beurteilen.