Je nach Zentrum und Befund können auch andere wärme- oder kältebasierte Verfahren in Betracht gezogen werden.
Schonende Behandlung ausgewählter gutartiger Brustknoten
Hochintensiver fokussierter Ultraschall (HIFU) als nichtoperative Behandlungsoption
Fibroadenome, gutartige Brustknoten bzw. Tumore in der Brust, lassen sich erfolgreich mit der Echotherapie behandeln. Die Behandlung mit Echotherapie ist eine Alternative zur Brust-OP. Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen.
Die Echotherapie basiert auf der Abgabe von einem sehr intensiven fokussierten Ultraschallstrahl (HIFU). Diese Ultraschallwellen werden im Fibroadenom fokussiert und rufen eine starke Hitze hervor, sie zerstören damit das Zielgewebe. Die Erhitzung zerstört Zellen des Fibroadenoms, die danach vom Körper selbstständig abgebaut werden. Der Ultraschallkopf des Geräts dient zugleich der Therapiedurchführung und -überwachung in Echtzeit.
Die Behandlung erfolgt ambulant unter leichter Lokalanästhesie. Ein Hautschnitt oder eine Narkose sind nicht erforderlich. Deshalb können die Patienten zeitnah nach der Behandlung nach Hause entlassen werden und sind in keiner Weise eingeschränkt.
Abhängig von der Größe des Fibroadenoms (Knotengröße) dauert die Behandlung zwischen 15 bis 45 Minuten.
Behandlung eines Fibroadenoms mit hochintensivem fokussiertem Ultraschall (HIFU).
Im Video: Grundlagen und Durchführung der Echotherapie bei Fibroadenomen.
Die vorhandenen Befunde werden bewertet und das Fibroadenom wird per Ultraschall vermessen. Bei Bedarf wird die gutartige Diagnose durch eine Gewebeprobe abgesichert.
Das Behandlungsteam prüft Lage, Form und Sicherheitsabstände und legt die zu behandelnden Bereiche präzise fest.
Die Behandlung erfolgt üblicherweise ambulant und unter lokaler Betäubung oder angepasster Schmerzmedikation. Die Dauer richtet sich nach Größe und Lage des Knotens.
Nachkontrollen dokumentieren die Rückbildung des Knotens, mögliche Beschwerden und das kosmetische Ergebnis.
Das medizinische Gerät für diese Behandlung hat das CE Zeichen 2012 für die Behandlung von Brust Fibroadenomen erhalten (dieses autorisiert die klinische Anwendung in der EU). Während einer registrierten Studie, die zwischen Mai 2011 und Februar 2013 durchgeführt wurde, sind 42 Patientinnen mit Brust-Fibroadenomen erfolgreich mit diesem Gerät behandelt worden. Die HIFU Behandlung wurde gut vertragen. In der Zwischenzeit haben sich viele weitere Patientinnen der HIFU Behandlung unterzogen.
Die Echotherapie wurde vom Prof. Dr. Dr. Korkusuz in Deutschland eingeführt. Es gibt mehrere wissenschaftliche Publikationen von ihm zur Echotherapie. Krankenkassen übernehmen die Echotherapie-Behandlung von Fibroadenomen.
Die Kosten zur Behandlung von Fibroadenomen der Brust mit der Echotherapie unter Verwendung von High Intensity Focused Ultrasound (HIFU) werden von den Krankenkassen (gesetzlich und privat) übernommen.
Ein Kostenvoranschlag ist nicht notwendig.
Zusammengefasster Wert einer Metaanalyse mit zehn Studien und 385 Patientinnen.
Die Volumenabnahme setzt sich nach der Behandlung über einen längeren Zeitraum fort.
Beispieldarstellung eines Fibroadenoms vor und nach Echotherapie. Das individuelle Ergebnis kann abweichen.
Historische Verlaufsgrafik aus dem bisherigen DZTA-Seitenmaterial. Grundlage war eine multizentrische Studie mit 42 Patientinnen und 51 Fibroadenomen. [2]
HIFU ist nichtoperativ, aber nicht frei von Nebenwirkungen. In Studien wurden überwiegend vorübergehende Beschwerden beschrieben. Die persönliche Risikobewertung gehört in das ärztliche Aufklärungsgespräch.
Je nach Empfindlichkeit können Wärmegefühl oder leichte bis mäßige Schmerzen auftreten.
Möglich sind Druckempfindlichkeit, Blutergüsse, Rötungen oder vorübergehende Hautverfärbungen.
Sicherheitsabstände, Knotenlage und Erfahrung des Behandlungsteams sind entscheidend, um umliegendes Gewebe zu schützen.
Die aktuelle Metaanalyse berichtete keine schweren Nebenwirkungen, weist aber zugleich auf die begrenzte Studienbasis und den Bedarf an weiteren Untersuchungen hin. [1]
Gründungsmitglied und wissenschaftlicher Beirat des DZTA e.V.
Eine verlässliche Diagnose ist die Grundlage jeder Therapieentscheidung. Erst danach lässt sich beurteilen, ob Beobachtung, Operation oder eine nichtoperative Behandlung wie HIFU für die Patientin sinnvoll ist.
Wenn das Fibroadenom Symptome verursacht, wie beispielsweise Schmerzen, Deformation oder wächst, kann es chirurgisch oder mit minimalinvasiven Techniken entfernt werden.
Bei der minimalinvasiven Technik wird – durch einen kleinen Schnitt – eine Sonde in das Fibroadenom eingeführt. Die Sonde verwendet extreme Kälte oder extreme Wärme, sodass das Gewebe vor Ort zerstört wird.
Bei sicher gutartigen, beschwerdefreien und stabilen Fibroadenomen kann eine kontrollierte Beobachtung ausreichend sein.
Ausgewählte kleinere Befunde können über eine Hohlnadel unter Bildkontrolle entfernt werden.
Eine chirurgische Entfernung kann bei großen, wachsenden, symptomatischen oder diagnostisch unklaren Befunden sinnvoll sein.
Je nach Zentrum und Befund können auch andere wärme- oder kältebasierte Verfahren in Betracht gezogen werden.
Ein Fibroadenom ist ein gutartiger Tumor, der meist bei einer Selbstuntersuchung der Brust oder bei einer medizinischen Untersuchung festgestellt wird. Dies ist der am weitesten verbreitete Tumor von Frauen im gebärfähigen Alter, er kann jedoch in allen Altersstufen auftreten. 10% aller Frauen entwickeln in Ihrem Leben ein Fibroadenom.
Ein Fibroadenom erhöht nicht das Risiko für Brustkrebs und ist auch keine Vorstufe von Krebs.
Die Echotherapie wird mit einem medizinischen Gerät durchgeführt, das einen sehr intensiven, fokussierten Ultraschallstrahl abgibt (HIFU), um die Zellen des Fibroadenoms zu zerstören.
Der zu erwartende Vorteil ist eine Volumenreduktion Ihres Fibroadenoms ohne Operation.
Wie jede medizinische Behandlung können Risiken mit der Anwendung von HIFU für die Zerstörung von Fibroadenomen verbunden sein. Verfahrensspezifische Komplikationen können durch die Wärme entstehen. Allerdings sind solche Komplikationen nicht dokumentiert worden.
Ja, die Behandlung von Brustknoten mit Echotherapie (HIFU) wird von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen. Zur Behandlung ist kein Kostenvoranschlog notwendig.
Ultraschallbeispiel aus dem bisherigen DZTA-Seitenmaterial. Aus einer einzelnen Abbildung lässt sich keine allgemeine Therapieempfehlung ableiten.
Für ausgewählte Patientinnen mit sicher gutartig abgeklärten Fibroadenomen, die Beschwerden verursachen, wachsen oder als belastend empfunden werden. Lage und Größe müssen technisch geeignet sein.
Ob eine Gewebeprobe erforderlich ist, entscheidet das Brustzentrum anhand von Alter, Bildgebung und Risikoprofil. Vor einer Ablation muss die gutartige Diagnose zuverlässig feststehen.
Üblicherweise wird HIFU ambulant unter örtlicher Betäubung oder angepasster Schmerzmedikation durchgeführt. Das genaue Vorgehen richtet sich nach Zentrum und Patientin.
Die Rückbildung erfolgt nicht sofort. Das behandelte Gewebe wird über mehrere Monate abgebaut und bei Nachkontrollen per Ultraschall vermessen.
Beschrieben sind unter anderem Schmerzen, Druckempfindlichkeit, Blutergüsse, Rötungen und vorübergehende Hautverfärbungen.
Ja, die Behandlung von Brustknoten mit Echotherapie (HIFU) wird von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen. Zur Behandlung ist kein Kostenvoranschlog notwendig.
Ob Echotherapie für ein Fibroadenom sinnvoll ist, lässt sich erst nach einer sicheren Diagnose und der Prüfung aller vorhandenen Befunde beurteilen.