Das Deutsche Zentrum für Thermoablation e.V. wurde in der Presse oft erwähnt. Sie finden nachfolgend eine Auswahl von Presseberichten.
Am 25. Juni hat das Deutsche Zentrum für Thermoablation e.V. gemeinsam mit dem Bürgerhospital Frankfurt zu einem medizinischen Fachkongress in die Deutsche Nationalbibliothek geladen. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. med. Hüdayi Korkusuz, Leiter der Sektion Thermoablation, fand der 2. Internationale Kongress für Thermoablation als gemeinsame Fachveranstaltung statt.
Im Fokus des interdisziplinären Kongresses standen Therapiemöglichkeiten bei Mikrokarzinomen an der Schilddrüse. „Thermoablative Behandlungsmethoden an der Schilddrüse werden immer differenzierter eingesetzt. Je nach Ausgangslage der Erkrankung können unterschiedliche Verfahren eingesetzt werden. Der Kongress hat den Teilnehmenden dafür einen aktuellen und sehr umfassenden Überblick geboten“, erklärt Professor Korkusuz. Insgesamt nahmen über 60 Personen am Kongress teil, der Vorträge aus den medizinischen Disziplinen Endokrinologie, Chirurgie und Radiologie umfasste.
Der erste Internationale Kongress für Thermoablation von Schilddrüsenknoten unter der Leitung von Prof. Korkusuz fand am 02.12.2017 statt.
Impressionen des 2. Internationalen Kongresses für Thermoablation von Schilddrüsenknoten.
Das Deutsche Zentrum für Thermoablation e.V. wurde in der Presse oft erwähnt. Sie finden nachfolgend eine Auswahl von Presseberichten.
Prof. Korkusuz, dem Leiter unserer Sektion Thermoablation in Frankfurt, ist es weltweit erstmals gelungen, einen bösartigen Brusttumor mittels einer intensiven Hitzebehandlung komplikationsarm und narbenfrei zu behandeln. Durch den Einsatz der Hitzebehandlung können in ausgewählten Fällen auch bösartige Brustknoten ohne Operation behandelt werden.
Im beschriebenen Fall lehnte die junge Patientin eine Operation und eine Chemotherapie ab. Nach entsprechender Vorbereitung erfolgte eine Hitzebehandlung, bei der der Brusttumor zerstört wurde. Für die betroffene Patientin stellte die alternative Therapie eine Möglichkeit dar, systemische Nebenwirkungen zu vermeiden und die Brust zu erhalten.
Historischer Presseinhalt: Die Behandlung eines bestätigten Mammakarzinoms muss heute leitliniengerecht und interdisziplinär geplant werden. Ein lokales Ablationsverfahren ist keine allgemeine Alternative zur etablierten Brustkrebstherapie.
Am 21. und 22. November 2019 hat das Deutsche Zentrum für Thermoablation e.V. in Kooperation mit Professor Dr. Korkusuz und der Firma Olympus eine Fortbildung mit dem Titel „Medical Expert Training in Bipolar RF Ablation of Thyroid Nodules“ abgehalten. Prof. Dr. Dr. Hüdayi Korkusuz, wissenschaftlicher Beirat beim DZTA, hat das Training geleitet.
Impressionen aus dem Workshop.
Der damalige Hessische Minister für Soziales und Integration Stefan Grüttner und Frankfurts damaliger Oberbürgermeister Peter Feldmann ehrten Prof. Dr. Dr. H. Korkusuz für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Schilddrüsentherapie.
Zur Behandlung von Schilddrüsenknoten kommt alternativ zur Schilddrüsenoperation vermehrt die Thermoablation zum Einsatz. Diese Therapieform wurde in Deutschland erstmalig durch Prof. Dr. Dr. Korkusuz eingesetzt. Er ist Gründungsmitglied des Deutschen Zentrums für Thermoablation e.V. und seit 2006 in Frankfurt tätig. Im August 2012 wurde durch ihn erstmals in Europa die Mikrowellenablation durchgeführt. Etwa ein Jahr später folgte die erste bipolare Radiofrequenzablation eines Schilddrüsenknotens. 2016 wurde eine Lymphknotenmetastase einer Patientin mittels Radiofrequenzablation behandelt. Das Verfahren wurde außerdem für ausgewählte Patientinnen und Patienten mit einem vergrößerten Nebenschilddrüsenadenom weiterentwickelt.
Peter Feldmann überreicht Prof. Korkusuz die Urkunde.
Auf der 37. Arbeitstagung der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft Endokrinologie (CAEK) am 15.11.2018 in Neuss zeigte Prof. Korkusuz Alternativen zur Schilddrüsenoperation auf. Das Verfahren der Thermoablation war zu diesem Zeitpunkt in Deutschland noch wenig verbreitet.
Die anschließende Diskussion war kontrovers. Bereits damals lagen zahlreiche internationale Studien zur Thermoablation vor, und mehrere internationale Fachgesellschaften führten sie als mögliche Alternative zur Operation auf.
Prof. Korkusuz während des Vortrags; die anschließende Diskussion verlief kontrovers.
Die Echotherapie, auch HIFU genannt, ist eine nicht-invasive Behandlungsoption bei ausgewählten Fibroadenomen. Dabei werden Ultraschallwellen gebündelt auf das Fibroadenom gerichtet und das Zielgewebe erhitzt. In der Folge kann sich der Knoten verkleinern, während das umliegende Gewebe durch die gezielte Bündelung geschont werden soll.
Fibroadenome sind gutartige, gut abgrenzbare Knoten der Brust, die vorwiegend bei jüngeren Frauen auftreten. Wenn Fibroadenome größer werden oder Beschwerden verursachen, können nach gesicherter Diagnose verschiedene Behandlungswege geprüft werden. Die Echotherapie erfolgt ohne Hautschnitt und hinterlässt daher keine Operationsnarbe.
Echotherapie zur nicht-invasiven Behandlung eines ausgewählten Brustknotens.
Der Berufsverband Deutscher Nuklearmediziner e.V. verwies in seiner Presseerklärung vom 21.08.2018 auf die Thermoablation von Schilddrüsenknoten. Neben Standardtherapien wie Operation und Radiojodtherapie steht für geeignete Befunde eine lokale Hitzebehandlung per Sonde zur Verfügung. Die Radiofrequenzablation kann bei einem Teil der behandlungsbedürftigen Knoten eine schonende Alternative darstellen.
Prof. Korkusuz schulte das Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz. Dort wurde die Thermoablation von Schilddrüsenknoten als mögliche Alternative zur Radiojodtherapie in den Aufklärungsbogen aufgenommen.
Eine Radiojodtherapie kann sich über einen längeren Zeitraum erstrecken. Auch nach einer Operation sind zunächst Wundheilung und gegebenenfalls eine Einstellung mit Schilddrüsenhormonen erforderlich. Eine lokal ablative Behandlung kann bei geeigneten Patientinnen und Patienten ambulant und mit einer kürzeren unmittelbaren Erholungszeit erfolgen.
Aufklärungsbogen des Bundeswehrzentralkrankenhauses Koblenz mit Angabe der Thermoablation als alternative Behandlungsoption.
Die Thermoablation von Schilddrüsenknoten entwickelte sich zu einer wegweisenden Zukunftstherapie. Am 2. Dezember 2017 veranstaltete das Deutsche Zentrum für Thermoablation e.V. am Universitätsklinikum Frankfurt den ersten internationalen Kongress zu dieser Behandlung. Die Bundesregierung förderte die Weiterentwicklung im Rahmen ihrer Hightech-Strategie mit mehr als einer Million Euro.
Im August 2012 wurde durch Prof. Korkusuz erstmals in Europa eine Mikrowellenablation durchgeführt. Die erste bipolare Radiofrequenzablation eines Schilddrüsenknotens folgte etwa ein Jahr später. In den ersten drei Jahren des Zentrums wurden nach damaliger DZTA-Angabe mehr als 1.000 Schilddrüsenknoten mit Thermoablation behandelt. Später kamen auch ausgewählte Nebenschilddrüsenadenome hinzu.
Termin: 1st International Congress on Thermal Ablation of Thyroid Nodules, 2. Dezember 2017, Universitätsklinikum Frankfurt.
Schilddrüsenknoten betreffen einen relevanten Teil der deutschen Bevölkerung. Behandlungsbedürftige Knoten wurden lange vorwiegend durch Operation oder Radiojodtherapie behandelt. Auf dem Kongress wurden moderne thermoablative Verfahren ebenso wie klassische Therapien von international anerkannten Expertinnen und Experten beleuchtet.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung förderte das Verbundprojekt „EchoTrack“ des Frankfurter Zentrums mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Mit dem EchoTrack-System sollte die ultraschallgeführte Positionierung der Sonde optimiert und zusätzlich dreidimensional im virtuellen Raum dargestellt werden. Ziel war eine schnellere und präzisere Positionierung innerhalb des Schilddrüsenknotens.
Die Förderung erfolgte im Rahmen der Hightech-Strategie der Bundesregierung „Innovationen für Deutschland“. Die Fördermaßnahme VIP+ unterstützte Forschende dabei, wissenschaftliche Ergebnisse systematisch zu validieren und Anwendungsbereiche zu erschließen. Projektträger war die VDI/VDE Innovation + Technik.
Am 5. Januar wurde die damalige Generation der Ultraschalltechnologie HIFU Beamotion für die Therapie von Schilddrüsenknoten installiert. Das Gerät für hochintensiv fokussierten Ultraschall sollte die Behandlungszeit gegenüber der vorherigen Gerätegeneration deutlich verkürzen.
Bei der HIFU-Behandlung werden Ultraschallwellen ähnlich wie Sonnenstrahlen durch eine Lupe auf einen präzisen Punkt innerhalb des Knotens gebündelt. Die lokale Erwärmung soll das Zielgewebe schädigen, ohne die Haut zu verletzen. Durch eine Rotation des Behandlungskopfes konnte eine größere Fläche erfasst werden.
Prof. Korkusuz führte 2014 die Ultraschallbehandlung von Schilddrüsenknoten in Deutschland ein. Das Frankfurter Team entwickelte anschließend ein Protokoll zur Durchführung der HIFU-Therapie. Das DZTA verfolgt das Ziel, den ärztlichen Austausch über verschiedene thermoablative Verfahren zu fördern und Kenntnisse zur Thermoablation zu zertifizieren.
Prof. Korkusuz behandelte ein gutartiges, hormonproduzierendes Geschwulst der Nebenschilddrüse mithilfe der bipolaren Radiofrequenzablation. Eine Überfunktion der Nebenschilddrüse wird häufig durch ein Adenom ausgelöst und kann zu einem erhöhten Kalziumspiegel, Osteoporose, Nierensteinen und weiteren Beschwerden führen.
Bei der lokalen Behandlung wird unter Betäubung eine kleine Sonde durch die Haut in das Adenom geführt. Die Energie fließt bei der bipolaren Radiofrequenzablation zwischen zwei nah beieinanderliegenden Polen an der Sondenspitze und erhitzt das dazwischenliegende Gewebe. Dadurch soll die Wärme auf das direkte Umfeld begrenzt werden.
Die damals beschriebene Behandlung dauerte 129 Sekunden. Innerhalb einer Woche lag der Parathormonspiegel nach DZTA-Angabe wieder im Normbereich. Dieser historische Einzelfall ersetzt keine individuelle Abklärung; die Standardbehandlung eines primären Hyperparathyreoidismus ist weiterhin fachärztlich zu beurteilen.
Prof. Korkusuz behandelte eine Metastase eines Schilddrüsenkarzinoms durch Thermoablation. Bei einer Patientin, für die eine erneute Operation nach ärztlicher Einschätzung ein hohes Risiko dargestellt hätte, wurde die lokale Ablation als individueller Behandlungsweg eingesetzt.
Unter örtlicher Betäubung wird eine kleine Sonde durch die Haut in die Läsion geführt. Über die Sonde wird das Zielgewebe erhitzt. Im beschriebenen Fall einer 86-jährigen Patientin zeigte die Verlaufskontrolle nach damaliger Angabe eine deutliche Volumenreduktion der Lymphknotenmetastase und eine Normalisierung des Tumormarkers.
Historischer Einzelfall: Die Behandlung eines Schilddrüsenkarzinoms oder seiner Metastasen gehört in eine interdisziplinäre Tumorkonferenz. Eine Thermoablation ist keine allgemeine Alternative zur leitliniengerechten onkologischen Therapie.
Prof. Korkusuz behandelte einen heißen Schilddrüsenknoten bei einem Kind mittels Radiofrequenzablation. Bei der jungen Patientin lagen erhöhte Schilddrüsenhormonwerte und Beschwerden wie Herzrasen, Herzstolpern und Nervosität vor. Nach intensiver Voruntersuchung entschied sich die Familie gemeinsam mit den behandelnden Ärzten für die Radiofrequenzablation.
Für die ambulante Therapie war eine örtliche Betäubung erforderlich. Eine Sonde wurde durch die Haut in den Schilddrüsenknoten geführt. Darüber wurde Radiofrequenzenergie auf das erkrankte Gewebe übertragen. Die Therapie verlief nach damaliger Mitteilung ohne Komplikationen.
Am DZTA standen seit 2012 verschiedene Verfahren der Thermoablation zur Verfügung. Nach der Mikrowellenablation wurden ab 2014 zusätzlich fokussierter Ultraschall und Radiofrequenzablation eingesetzt. Bei Kindern und Jugendlichen ist eine besonders sorgfältige interdisziplinäre Diagnostik und Therapieentscheidung erforderlich.
Flyer zum DZTA-Kongress 2017
Programmheft Schilddrüsenkongress
Veranstaltungsinformation Endokrinologie